Wird Ihre KI angezweifelt, legen Sie Belege vor.
Logsiegel gibt KI-Systemen und Agenten ein manipulationserkennbares Handlungsprotokoll: Jeder Schritt wird kryptografisch mit dem vorigen verkettet und signiert. Wem Sie einen Beleg aushändigen, der kann ihn offline prüfen — ohne Zugang zu Ihren Systemen, ohne Konto. Quelloffen, ohne Blockchain, läuft dort, wo Ihre KI läuft.
Auf die Warteliste →KI-Systeme arbeiten probabilistisch — Fehler gehören zum Betrieb. Die Frage ist, ob Sie hinterher belegen können, was wirklich passiert ist. „Unsere Logs sagen X“ beweist nichts — Einträge in einer Datenbank lassen sich stillschweigend ändern, und jeder weiß das.
$ logsiegel verify ./trail ✓ 1,285 entries · hash chain + Merkle roots + signatures · all valid # Eintrag 1284 ist die strittige Aktion — nur diesen aushändigen, als Beleg $ logsiegel receipt ./trail --seq 1284 --out receipt.json ✓ receipt.json · entry 1284 + inclusion proof + signed checkpoint # die Gegenseite prüft selbst — ohne Zugriff auf Ihre Systeme, nur mit Ihrem Schlüssel $ logsiegel verify-receipt receipt.json --pubkey logsiegel.pub ✓ VALID · entry 1284 committed · signed by acme.example/support-bot $ ./tamper ./trail # jemand ändert nachträglich einen Eintrag $ logsiegel verify ./trail ✗ FAIL — checkpoint 3: Merkle root mismatch (entries modified)
Ein Beleg steht für eine einzelne Aktion und lässt sich einem Kunden, einem Prüfer oder einem Gericht aushändigen. Die Gegenseite prüft ihn gegen Ihren veröffentlichten Schlüssel — offline, ohne Konto, ohne Zugriff auf Ihre Systeme.
Beweisbar, nicht nur sichtbar.
Ihre Systemprotokolle zeigen, was passiert ist. Logsiegel macht es beweisbar: Jede nachträgliche Änderung, Umsortierung oder Kürzung lässt die Prüfung fehlschlagen — unübersehbar.
Belege für einzelne Aktionen.
Händigen Sie einem Kunden, Prüfer oder einer Schlichtungsstelle einen einzelnen Protokolleintrag samt Beweis aus. Die Gegenseite prüft ihn offline, allein mit Ihrem öffentlichen Schlüssel — ohne Zugriff auf Ihre Systeme, ohne Konto. Sie vertraut der Mathematik, nicht Ihrem Wort.
Datenschutz ab Werk.
In das Protokoll gelangen nur Prüfsummen und Metadaten. Inhalte bleiben verschlüsselt und lassen sich maskieren oder löschen (per Schlüssel-Löschung) — DSGVO-Löschpflicht und Manipulationserkennbarkeit schließen sich damit nicht mehr aus.
Manipulationserkennbar, nicht manipulationssicher — bewiesen wird die Unversehrtheit des Protokollierten, nicht die Vollständigkeit der Protokollierung. Das README enthält ein Bedrohungsmodell, das genau benennt, was gegenüber wem bewiesen wird — und was nicht. Kein Sicherheitstheater.
Wir haben keine eigene Kryptografie erfunden.
Logsiegel übernimmt die Bauweise von Certificate Transparency (RFC 6962) — dem Verfahren, das seit über zehn Jahren jedes HTTPS-Zertifikat im Internet absichert: dieselben Merkle-Baum-Beweise, dasselbe ausgereifte Werkzeug-Ökosystem. Weggelassen haben wir nur, was ein Handlungsprotokoll nicht braucht: Konsens, Token, ein globales Register. Bewährte, unaufgeregte Kryptografie, angewandt auf ein neues Problem.
Wie es funktioniert
Die Dokumentation vor der Dokumentation — vier Bausteine, keine Magie:
Das Protokoll
Ein Protokoll, das nur wächst: Neue Einträge kommen ans Ende, bestehende werden nie angefasst. Jeder Eintrag ist kryptografisch mit dem vorherigen verkettet; die Inhalte sind je Eintrag verschlüsselt und lassen sich maskieren oder löschen, ohne die Kette zu brechen.
Prüfpunkte
In regelmäßigen Abständen wird eine Merkle-Wurzel über das Protokoll gebildet und mit Ed25519 signiert. Wer einen Prüfpunkt besitzt, erkennt jede spätere Änderung, Umsortierung oder Kürzung an allem, was darunter liegt.
Belege
Ein Eintrag + sein Einschluss-Beweis + ein signierter Prüfpunkt, in einer einzigen Datei. Das beweist genau diese eine Aktion — und legt nichts anderes aus dem Protokoll offen.
Das Prüfwerkzeug
Ein Kommandozeilen-Werkzeug und ein Browser-Prüfer, die Protokolle und Belege offline gegen Ihren veröffentlichten Schlüssel prüfen. Ohne Konto, ohne Server, ohne Zugriff auf Ihre Systeme. Im Browser ausprobieren →
pip install logsiegel → Adapter einbinden
(LiteLLM heute, MCP-Proxy für Agenten in Vorbereitung) → Prüfpunkt setzen, prüfen, fertig.
Verankerung: drei Stufen
Ein Protokoll, das Sie bei sich behalten, beweist viel — ein außerhalb der eigenen Infrastruktur verankertes Protokoll beweist mehr. Logsiegel ist als Grundschicht mit aufsteckbaren Ankern gebaut:
Lokal heute
Kette, Prüfpunkte, Belege und Offline-Prüfung — vollständig auf Ihrer eigenen Infrastruktur. Kostenlos, dauerhaft.
Unabhängiger Zeuge nächste Stufe
Ein benannter Dritter zeichnet Ihre Prüfpunkte gegen und prüft dabei deren Konsistenz — wer das Protokoll führt, kann so nicht zwei Fassungen davon in Umlauf bringen. Das Format ist auf mehrere unabhängige Zeugen ausgelegt; das ist die nächste Ausbaustufe des Projekts.
Qualifizierte Zeitstempel & öffentliche Verankerung geplant
Ein qualifizierter elektronischer Zeitstempel trägt nach Art. 41 Abs. 2 eIDAS die gesetzliche Vermutung, dass die Daten zum angegebenen Zeitpunkt unversehrt vorlagen — die Architektur ist darauf ausgelegt, dort anzudocken. Und wer keiner einzelnen Stelle vertrauen möchte: optionale Verankerung in öffentlichen Blockchains. Ohne Token, ohne Konsens-Zwang — eine zubuchbare Zusatzstufe, nie das Fundament.
Warum Stufen? Verschiedene Streitfälle brauchen verschiedene Beweisstärke. Ein Entwicklerteam, das einen Agenten prüft, kommt mit der lokalen Stufe aus; ein regulierter Betreiber, der einem Prüfer antwortet, wird externe Verankerung wollen. Die Beweisstufe lässt sich jederzeit erhöhen — das Protokollformat bleibt dasselbe.
Was kostet es?
Der Kern ist quelloffen (Apache 2.0) und kostenlos — dauerhaft. Prüfen ist für jeden frei, immer: Ein Beleg darf nie hinter einer Bezahlschranke liegen. Bezahltes kann später dazukommen — etwa ein professionell betriebener, unabhängiger Zeuge. Wer auf eigener Infrastruktur bleibt, zahlt nichts.
Vorabzugang zum SDK — Baustein für Baustein
MCP-Proxy, Mandats-Bindung, Zeugen-Verankerung. Wer auf der Warteliste steht, prägt die Prioritäten mit; Pilot-Teams erhalten direkte Unterstützung bei der Einbindung.
Auf die Warteliste →Sie haben einen Pilot-Code? Direkt weiter.